Häufig gestellte Fragen und Antworten

Ist der SKU ähnlich wie ein MBA?
Nein. Ein seriöses Vollzeit-MBA dauert 1–2 Jahre und richtet sich primär an Hochschulabsolventen. Diese machen nach dem Bachelor-Abschluss und idealerweise ersten Berufserfahrungen ein MBA mit dem Ziel, eine Einstiegs-Kaderposition in der Wirtschaft zu sichern (Durchschnittsalter unter 30 Jahre). Da MBA-Teilnehmer wenig bis keine Führungserfahrung mitbringen, stützt sich die MBA-Lehrmethodik auf akademisch aufbereitete Fallbeispiele ("case studies"). Die MBA-Teilnehmerselektion erfolgt primär aufgrund des akademischen Leistungsausweises des Kandidaten (u.a. die in der verlangten GMAT-Prüfung erreichte Punktzahl).

SKU ist hingegen ein berufsbegleitendes Programm für erfahrene Führungskräfte – vorausgesetzt sind min. 10 Jahre in einer oberen Führungsposition mit strategiegestaltender Verantwortung (Durchschnittsalter ca. 44 Jahre – min. etwa 35 / max. etwa 53 Jahre). Im SKU werden die aktuellen, effektiven Führungsherausforderungen der Teilnehmer – ihre eigenen "live cases" – zum Thema.
Welches sind die Zulassungskriterien für das SKU Advanced Management Program?
Das SKU Advanced Management Program legt die Messlatte hoch. Es lässt nur Kandidatinnen und Kandidaten zu, die folgende Voraussetzungen erfüllen:
  • Zehn oder mehr Jahre Führungserfahrung, davon mindestens drei in unternehmerischer Funktion bzw. Strategie gestaltender Verantwortung
  • Mitglied der Geschäftsleitung bzw. konkrete diesbezügliche Absichten seitens der delegierenden Firma
  • Alter zwischen ca. 32 und 50 Jahren
  • Motivation für die lückenlose Teilnahme an den 30 Präsenztagen (6 Wochen) sowie für den individuellen Vor- und Nachbearbeitungsaufwand von ca. 300 Stunden
  • Gute Kenntnisse der Programmsprachen Deutsch und Englisch

Da im Rahmen des SKU Advanced Management Programs die Strategie des eigenen Unternehmens, bzw. des eigenen Bereichs erargbeitet wird, muss die Kandidatin/der Kandidat in einer diese Strategie massgeblich gestaltenden Position sein. Ein akademischer Hintergrund ist nicht erforderlich; hingegen sind betriebswirtschaftliche Kenntnisse unabdingbar.
Ist SKU etwas für lokale Bedürfnisse? Wie international ist das Programm?
Viele Weiterbildungs-Programme für das obere Management brüsten sich mit ihrer "Internationalität". Die inhaltliche Internationalität soll sich demnach an der verstreuten Herkunft der Programm-Teilnehmer widerspiegeln.
SKU sieht darin an sich keinen Nutzen: abgesehen von kulturell grossen Unterschieden finden sich dadurch auch Diskrepanzen im jeweiligen Erfahrungshorizont und ein sprachliches Thema, wo doch gerade in diesem Segment inhaltliche Fragestellungen im Vordergrund stehen sollten.
SKU ist überzeugt vom Grundsatz: Think Global - Act Local. Netzwerke funktionieren immer nur lokal begrenzt: es mag persönlich bereichernd sein, mit Kommilitonen aus Ghana, Singapore und Brasilien zusammen zu lernen, für das delegierende Unternehmen ist der Mehrwert äusserst fraglich. Das SKU-Netzwerk lebt nicht nur wegen einer gemeinsamen Sprache, sondern gerade auch wegen der physischen Nähe der Teilnehmer: so bleibt einerseits der Erfahrungshorizont ähnlich, aber v.a. wird es nur so möglich, dass das Netzwerk gelebt wird und sich die Teilnehmer regelmässig wieder treffen können.

SKU ist bestrebt, die Internationalität der jeweils erarbeiteten Strategie sowohl von Referenten-Seite als auch von Teilnehmer-Seite her zu reflektieren. Die Zusammensetzung der branchenübergreifenden Stammgruppen ermöglicht den praxisbezogenen Erfahrungsaustausch unter Peers. So wird sichergestellt, dass die Porgamm-Inhalte und nicht lediglich persönliche Kontakte die Globalisierung und ihre Auswirkungen auf lokal agierende Unternehmen darstellen.
Ist SKU ein anerkannter Abschluss?

SKU ist nicht nur von den über 4'000 Absolventen, sondern als Praxis-Diplom von den wichtigsten Unternehmen in der Schweiz als massgebliches Instrument zur Entwicklung von Geschäftsleitungsmitgliedern anerkannt.

SKU ist jedoch kein Programm "nur" für den Lebenslauf (trotz Weiterbildungszertifikat "SKU" der HSG) – SKU ist vor allem ein Programm für die Laufbahn. SKU Teilnehmer haben bereits eine höhere Führungsposition erlangt, sind bereits Mitglied oder vorgesehen zur Aufnahme in die Geschäftsleitung und wollen sich in Richtung gesamtunternehmerische Verantwortung weiterentwickeln. Sie wollen das Management-Erfahrungswissen, das sie sich in den letzten Jahren "on the job" angeeignet haben, mit einem Refresher in Management-Theorie untermauern. Sie suchen eine Verbreiterung Ihrer Optik durch Einblicke in die qualifizierte Führungspraxis Anderer, ein besseres Verständnis der Gesamtzusammenhänge, eine Gelegenheit zum Benchmarking und einen offenen Austausch – auch mit den Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft, die sich als Referenten und "sparring partners" zur Verfügung stellen.

SKU Teilnehmer sind auf der Stufe angelangt, wo eine Weiterbildung vor allem Inhalte für die Praxis liefern muss.

Wird ein Hochschul-Abschluss vorausgesetzt, gibt es eine Zulassungsprüfung?
Nein. SKU vertraut auf den "Fähigkeitsausweis", der von der delegierenden Firma implizit und explizit ausgestellt wird: Leitet ein Kandidat eine strategische Geschäftseinheit und bestätigt die Firma weiteres Aufstiegspotential, gehen wir davon aus, dass seine Fachkompetenz und sein Wert für die Firma als Führungskraft genau geprüft wurde – genauer, als wir dies mit einem eigenen Kurz-Assessment erreichen könnten. Deshalb nimmt SKU auch keine Direktanmeldungen von Kandidaten entgegen – die Anmeldung muss über die Firma erfolgen.

Aufgrund der besonderen Programm-Philosophie nimmt aber auch SKU eine Teilnehmerselektion vor. Diese berücksichtigt nicht nur den persönlichen Werdegang und die aktuelle Position, sondern auch die von der Firma attestierten Entwicklungsperspektiven und die vertretene Branche – die SKU Aufnahmekriterien sind somit breit und praxisbezogen.

Das bedeutet zugleich, dass gelegentlich auch qualifizierte Kandidaten auf das nachfolgende Programmjahr vertröstet werden müssen, um eine optimale, heterogene Zusammensetzung des Teilnehmerfeldes zu gewährleisten (gegenwärtig kann die Aufnahmebeschränkung vor allem die Finanzdienstleistungsindustrie betreffen).
Erteilt SKU Bologna-ECTS Punkte?

Der Verein SKU kann selber keine ECTS-Punkte erteilen. Allerdings werden für die beiden HSG-Programme ISEP und Executive MBA HSG die Leistungen anerkannt. Für das ISEP bedeutet dies, dass HSG und ETH 18 ECTS-Punkte anerkennen, wenn sich ein Teilnehmer SKU nach dem SKU dafür anmeldet und zugelassen wird. Für das EMBA HSG werden 6 der 20 erforderten Wochen angerechnet.

SKU selber vergibt keine zertifizierten akademischen Diplome, weil diese Prüfungen voraussetzen. Im SKU gibt es keine benoteten Prüfungen – was aber nicht heisst, dass es keine "Aufgaben" gibt (geschätzter Zeitaufwand ausserhalb der Programm-Module bei seriöser Vorbereitung und je nach Strategie-Projekt ca. 100-250 Stunden). Eines der umfangreichsten, diplomrelevanten Projekte während des SKUs ist die umsetzungsreife Erarbeitung einer strategischen Planung für den eigenen Geschäftsbereich. Diese muss den "Härtetest" durch die Praxis bestehen – der Geschäftsbereich bzw. die Firma des Verfassers muss von der Strategie profitieren. Somit ist klar, dass das Projekt jeweils unter vollem Einsatz ausgestaltet wird – nicht zuletzt dank der konkreten kritischen Hinweise und Anregungen aus den vertraulichen SKU Workshops.

Wie kann eine hohe Kursqalität ohne Benotung garantiert werden?

Im SKU ist jeder Lernender und auch Lehrender. Dieser Anspruch, aber auch die eigene Mitverantwortung für ein hohes "return on investment", wird sehr aktiv wahrgenommen – von den SKU Dozenten und zugleich den SKU Teilnehmern unter sich. 44-jährige Manager kommen nicht in den SKU, weil sie Zeit haben, sondern weil sie neue Impulse und Transfers für ihre Tätigkeit erwarten – und somit in gleich hoher Qualität auch zu bieten bereit sind.

Wie wichtig sind Englisch- und betriebswirtschaftliche Vorkenntnisse für den SKU?
Das Beherrschen der Englischen Sprache und BWL ist heute Grundvoraussetzung für eine unternehmerische Gesamtverantwortung. Daher geht SKU davon aus, dass die Teilnehmer Englisch lesen und sprechen können (Englisch ist die Hauptsprache der beiden Module in London und Genf), und dass eine gängige BWL-Basis vorhanden ist (insbesondere bezüglich Rechnungswesen, worauf die diversen Finanz-Blöcke im SKU aufbauen).

Bei ungenügenden Vorkenntnissen wird ein Teilnehmer nicht voll vom SKU Programm profitieren können, und allenfalls die Gesamtgruppe zurückhalten. Solchen Kandidaten empfehlen wir den Besuch eines Kompaktkurses vor dem SKU. Kursanbieter in der Schweiz: Suche nach Stichwort "Englisch" bzw. "BWL" z.B. auf www.weiterbildung.ch.
Wieso erhalte ich keine sofortige Aufnahmebestätigung?

Weil die Kursqualität von jedem SKU sehr stark von einer "richtigen" Zusammensetzung des Teilnehmerfeldes abhängt. Daher muss eine massgebliche Anzahl qualifizierter Anmeldungen vorliegen, damit der Aufnahmeprozess eingeleitet werden kann. Erfahrungsgemäss ist dies erst im Herbst der Fall, weshalb wir bis dahin nur einen provisorischen Aufnahmebescheid geben. In der Regel kann sich der Kandidat aber hierauf verlassen.

Die frühzeitige Anmeldung lohnt sich. Dies ermöglicht unter anderem SKU-seitige Rückfragen, beispielsweise betreffend der Eignung des SKU für den Kandidaten im jetzigen Stadium seiner Laufbahn, wodurch auch Zeit für ggf. vorzuziehende Massnahmen bleibt – Aufbaukurse, z.B. Englisch, BWL, etc.